Was wir bisher geschafft haben

Vieles ist mittlerweile geschehen, auf das der Helferkreis stolz sein kann. Machen Sie sich selbst ein Bild.


Die Anerkennungen sind da

Sie haben so lange darauf gewartet: Mittlerweile haben die meisten Geflüchteten, die einst in Kornburg wohnten, eine Entscheidung vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge vorliegen: Sie dürfen bleiben. Die Integrationskurse besuchen sie bereits, nun geht es um die Eingliederung in die Gesellschaft. Praktikumsplätze für die Jugendlichen, Arbeitsplätze für die Eltern und Wohnungen für die Familien werden dringend gesucht. Vielleicht können Sie ja weiterhelfen.


Es lebe der Sport

Raus aus der Isolation: Mehrere Geflüchtete machen mittlerweile Sport im Sportverein. Beim Tanzen, Fußballspielen, ja sogar Eisstockschießen suchen die Geflüchteten mittlerweile den Kontakt zu anderen Menschen, die in ihrer Stadt leben.

 

Ein Dank gilt hier allen Sportvereinen und deren Verantwortlichen, die dazu beitragen, dass sich die Geflüchteten so schnell so gut integrieren konnten, einfach spitze!


Wer war eigentlich St. Martin?

Wie ein Lauffeuer hat sich über die Stockwerke des Hauses herumgesprochen, dass da mal etwas anderes los ist - Basteln statt Hausaufgaben (die sind bereits erledigt) war angesagt.  Mit Schere und Kleber aus den Schultaschen ausgestattet, sitzen schnell sieben Kinder am Tisch. Folien bekleben wir mit Schnipseln aus buntem Transparentpapier. Im Hintergrund dudeln Sankt-Martins-Lieder aus einer kleinen Lautsprecherbox. Wir erklären den Kindern, wer Sankt-Martin war und was wir mit den Laternen machen werden. Während die einen kleine Motive kleben, arbeiten andere eher abstrakt - jeder nach seinen ganz eigenen Vorstellungen.Als dann die Laternenstäbe mit den kleinen Glühbirnchen am Abend die Laternen erhellen und das bunte Papier zum Schimmern bringen, sind alle stolz wie Oskar.

 

Eine Woche später holen wir zwei Helfer alle Kinder mit ihren Eltern und natürlich den Laternen ab: Wir gehen auf einen Laternenumzug. Es ist ein großer Umzug für den ganzen Stadtteil. Mittendrin in all dem Gewusel: "Unsere" Kinder mit ihren Eltern. Obwohl sie vermutlich noch nicht alles komplett verstehen, folgen sie dem Sankt-Martin-Spiel am Ziel aufmerksam und still. Einige Erwachsene aus unserer Gruppe schicken Fotos und Videos von dem Spektakel zu Omas und Opas nach Syrien oder in den Irak. Bevor wir nach Hause aufbrechen, gibt es noch Lebkuchen und Glühwein, um wieder aufzutauen, denn es ist bitterkalt.

 

Zurück in der Unterkunft verabschieden wir uns an der Haustüre. Die Geflüchteten haben nach der Kirchweih ein weiteres Stück deutscher oder diesmal besser christlicher Kultur kennengelernt. Von dem bedingungslosen Teilen Sankt Martins sind die Kinder beeindruckt, kennen es aber auch als eine Tugend aus dem Islam, wie sie uns berichten. Das Highlight des Abends ist die bewundernde Aussage einer Neunjährigen: "Dieser Sankt Martin, der war schon ein sehr toller Mann..."

 

P.S. Aufgrund des besonderen Schutzes, unter dem Kinder und auch insbesondere Geflüchtete stehen, nutzen wir auf der gesamten Internetseite nur Symbolfotos - unsere Laternen waren natürlich noch viiiel schöner. ;)


Umzug geschafft, aber einsam

Am Ende waren die baulichen Mängel in der Kornburger Unterkunft derart untragbar, dass die Stadt eingeschritten ist und eine neue Unterkunft für die Kornburger Geflüchteten gesucht und gefunden hat. Viele Tränen sind geflossen, Freundschaften waren schließlich schon geschlossen, ein kleines Pflänzchen namens "Integration" gekeimt.

Inzwischen haben sich die Geflüchteten in dem neuen Haus im Stadtosten gut eingelebt, doch die sozialen Kontakte fehlen.

 

Die Kinder finden die Ferien doof, weil es (noch) keine Freunde außerhalb der Schule gibt. Wir Kornburger, die wir schon Kontakte geschlossen haben, sind also weiterhin - wenn nicht sogar mehr denn je - gefragt, um die Isolation der Kinder, aber auch die der Erwachsenen zu beenden.

 

Ideen, wie Sie auch jetzt noch helfen können, finden Sie auf den folgenden Seiten - oder per E-Mail an asyl@kornburg.de



Supergutes Essen bis zum Umfallen

Die Kurzform: Unglaublich lecker war's, superlustig war's und das letzte Mal war es garantiert auch nicht. Drei syrische und irakische Frauen haben uns eingeweiht in die arabische Küche. Nach einem gemeinsamen Einkaufen, haben wir in der Küche erfahren, mit welcher Liebe und Hingabe die Geflüchteten kochen - sehenswert und einfach toll, dass wir ihnen dabei über die Schulter schauen durften.

Danach haben wir das supergute Essen (leider viel zu viel für zu wenige Gäste) verspeist. Bei Mini-Reisknödeln mit Hackfleisch, verschiedensten Salate, Nudeln mit allerlei köstlichen Gewürzen und Zutaten sowie Zitronenkuchen mit Schokoguss und Baklava (eine Blätterteig-Süßspeise) lief nicht nur uns das Wasser im Mund zusammen - probieren Sie es am Besten selbst aus, bei einer sicherlich folgenden Wiederholung des Internationalen Kochabends.

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Da ist es: Unser neues Logo

Es hat ein Weilchen gedauert, doch nun ist es fertig: Unser neues Logo. Der für die alten Gebäude in Kornburg typische Sandstein spiegelt den Ort wieder, unsere! Hände (natürlich nicht alle, so viele haben nicht aufs Foto gepasst... :) die Hilfe von Mensch zu Mensch, die wir bringen wollen - unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, Alter, Glauben oder sonst irgendetwas.

Bei uns hilft jeder jedem, wir lassen niemanden durchs Netz fallen, sondern versuchen, jeden mitzunehmen. In unserem Kreis ist noch Platz - für Hilfesuchende und Helfer. Also meldet Euch bei uns.

Kirchweih - mittendrin statt nur dabei

Schon ein paar Tage sind seit der Kornburger Kirchweih vergangenen, doch der Helferkreis und die Asylbewerber sind immer noch platt von den tollen Erlebnissen und Begegnungen am Kirchweihsonntag: Dosenwerfen, Sackhüpfen, Kinderschminken und Kühlschrankmagneten basteln (größtenteils kostenlos) hatten wir zusammen angeboten. Von Beginn an waren die Kinder mit Feuereifer dabei. Sie ließen sich schminken und fanden, gemeinsam mit einigen Mamas aus der Unterkunft, großen Gefallen an den Bastel- und Spielangeboten. 

Viele große und kleine Passanten blieben vor unseren Bierbänken, die uns dankenswerter Weise die Kirchweiburschen geliehen hatten, stehen. Sie informierten sich über den Helferkreis, die Asylbewerber, wie sie helfen können und/oder wechselten ein paar Worte direkt mit den Geflüchteten. Diese beteiligten sich aktiv und waren (nicht nur durch unsere Aktion) in die Kirchweih stark mit eingebunden. 
Zum Schluss noch eine Mail, die uns nach der Kirchweih erreicht hat, und uns so sehr freute, dass wir hier einen kurzen Auszug geben möchten: "Liebe Helferinnen und Helfer in Kornburg, bei einem kurzen Besuch der Kornburger Kirchweih sind mir die Aktivitäten des Helferkreises am Wohnhaus der Asylbewerber aufgefallen. Herzlichen Glückwunsch zur Idee und Durchführung. Eine wunderbare Aktion, bei der die Asylbewerber zum einen im Ort sichtbar werden und zum anderen gleich aktiv am Dorfleben beteiligt werden. Danke für Ihr umsichtiges Engagement!"

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